• Hallo zusammen,

    irgendwie haben mich Dioramen schon immer fasziniert.

    Ich habe mir so eine Hinterhofwerkstatt vorgestellt. Etwas Fachwerk, nicht zu modern und dass darin gearbeitet wird, soll man auch erkennen. Um ein paar Anregungen zu sammeln, habe ich auch etwas im Internet recherchiert. Eine grobe Vorstellung, wie es zum Schluss aussehen soll, habe ich. :kratz

    Der Anfang ist gemacht, hier die ersten Bilder:

    Maßstab 1:10 (so gut es geht)


    Das schöne an einem Diorama ist, dass nicht alles funktional sein muss. Deshalb wurde das Tor nur angedeutet :D



    Ich wünsche euch noch einen schönen Abend. :)

    Viele Grüße
    Volker :)

  • Hallo zusammen,

    vielen Dank Uwe, Jörg und Rolf für euren Beitrag und das Interesse am Bericht. Freut mich, dass es euch gefällt. :)

    Weiter ging es mit der Holzverkleidung der Wände und die Grube wurde mit dem Bleistift angezeichnet.



    Dann habe ich noch eine Empore eingebaut, damit der Raum im oberen Bereich nicht so leer wirkt.



    Die Grube wurde ausgesägt und mit Holzplanken abgedeckt.



    So sieht das Diorama aktuell aus



    Und ich möchte euch meinen künftigen Werkstattleiter Arnie vorstellen. Er wird mich beim Aufbau der Werkstatt unterstützen. :)



    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende :)

    Viele Grüße
    Volker

  • Hallo zusammen,

    da ich gerade keine Farbe habe um die Balken sowie die Holzverkleidung anzustreichen, habe ich mit der Inneneinrichtung der Werkstatt begonnen. Aufgrund der kalten Jahreszeit, und damit es immer schön warm in der Werkstatt ist, stand als erster Einrichtungsgegenstand ein Kaminofen auf der Agenda.

    Die Aufgaben wurden wie folgt aufgeteilt:

    Arnie besorgte das Brennholz für den Ofen und längte es direkt mit der Kettensäge auf das entsprechende Maß ab



    Im Anschluss hat er das Holz mit der Axt gespalten



    Ich baute parallel dazu den Kaminofen zusammen (Leider sind drei Bilder verdreht eingefügt, ich bekomme es leider nicht anders hin)






    Danach folgte der Farbanstrich (Gebrauchsspuren wurden auch gleich mit eingearbeitet :D ) und das Kaminfenster wurde eingesetzt



    Zum Schluss wurde der Kaminofen noch mit dem Holz bestückt und es erfolgte eine Stellprobe ;)




    Viele Grüße
    Volker :)

  • Hallo zusammen,

    weiter geht es mit einer kleinen Waschecke. Dafür habe ich mir eine Polystyrolplatte zurechtgeschnitten und mit einem Bleistift das Fliesenmuster aufgetragen. Nachdem es für mich optisch soweit gepasst hat, wurde mit einem Vorstecher die Fugen eingeritzt und im Anschluss die hierdurch entstandenen Kanten mit einem Schlitzschraubenzieher nachgezogen (damit es sauber aussieht). Dann noch etwas Farbe aufgetragen, das Waschbecken angeklebt und (fast) fertig.

    Leider sind wieder zwei Bilder verdreht eingefügt, ich habe noch nicht herausgefunden an was das liegt ;(



    Für ein Puppenhaus würde es so passen, aber für ein Werkstattdiorama? :kratz

    Deshalb nochmal mit Farbe gearbeitet und nun sieht es so aus:



    Arnie hat kurzerhand noch ein Loch für den Handtuchhalter gebohrt...



    ...und meine Frau hat in der Zwischenzeit ein Handtuch zurechtgeschneidert :)



    Zum Schluss noch eine Stellprobe an dem später dafür vorgesehenen Platz :)




    Das war´s auch schon wieder :)

    Viele Grüße
    Volker

  • Hallo Volker,

    jetzt habe ich doch glatt Deine Antwort übersehen :wand .

    Hallo Felix,

    freut mich, dass es dir gefällt. :)
    Der Kaminofen ist ein Eigenbau.
    Falls Interesse besteht, kann ich über den Bau auch etwas ausführlicher berichten.

    Viele Grüße
    Volker


    Der Kaminofen sieht klasse aus, so wie die Waschecke auch.

    Also ich hätte schon Interesse daran an einem Ausführlicheren Bericht vom Ofen, denke mal da bin ich mit Sicherheit nicht alleine :) .

    Mit den Verschmutzungen passt das Waschbecken Perfekt ins Diorama :top . Ist das aus Waschbecken dem Puppenhaus Zubehör?

  • Hallo zusammen,

    klar Felix, ich beschreibe den Aufbau gerne etwas genauer. Der Kaminofen besteht aus folgenden Materialien: Polystyrol in unterschiedlicher Stärke, Rundholz, Holz, dünner Messingstab, Plexiglas und Zwischen- bzw. Abstandsperlen. Bei den Maßen habe ich mich an unserem Kaminofen im Wohnzimmer orientiert. Bezüglich der Optik des Kaminofens habe ich mich etwas im Internet umgeschaut. Letztendlich ist es ein Mix aus zwei verschiedenen Modellen geworden.

    Beim Bau des Kaminofens habe ich direkt mit der Front angefangen. Das ist bei diesem Projekt der schwierigste Teil. Wenn das nicht passt bzw. stimmig aussieht, braucht man mit dem Rest erst gar nicht weitermachen. Alles was eckig aufgebaut wird und wo Rundungen durch entsprechende Materialstärke herausgearbeitet werden können, ist im Grunde gar nicht so schwierig zum selber bauen. :)

    Ich habe für die Front zunächst eine Schablone aus Karton erstellt (um die richtigen Proportionen zu ermitteln). Die Rundung an der Türe ist zum Beispiel durch den Boden meines Wasserglases entstanden:



    Im Anschluss habe ich die Türe und die Öffnung am Boden mit einem Teppichmesser herausgeschnitten:



    Somit hatte ich die Ausgangsbasis für den Kaminofen und konnte anhand der Vorlage damit beginnen, den Grundriss auf Polystyrol zu übertragen und die Ausschnitte herauszuarbeiten.

    Die Türe wurde zweimal angefertigt. Einmal der Teil, welcher direkt in den Ausschnitt passt (dieser Ausschnitt ist gleichzeitig auch das Maximalmaß für die Plexiglasscheibe) und einmal etwas größer, damit die Türe bündig auf der Front abschließt und die Öffnung sauber abgedeckt ist.



    An die Türe habe ich direkt mit Sekundenkleber einen dünnen Messingstab angeklebt und an den Enden jeweils ein zuvor zurechtgemachtes Stück Polystyrol aufgeschoben. Wichtig ist, dass sich die Löcher, die in die zwei Polystyrolstücke gebohrt werden um die Messingstange einzuführen, ganz dicht an der Front des Kamins sind. Ansonsten wird das Spaltmaß der Türe zu groß und es sieht nicht schön aus bzw. muss die Türe von innen aufgedoppelt werden, damit das Spaltmaß wieder kleiner wird. Ich verwende grundsätzlich immer dickflüssigen Sekundengleber (Gel) weil dieser unter anderem auch kleine Unebenheiten an den Klebeflächen mit ausgleicht. Dann habe ich auf die Enden der Polystyrolstückchen Sekundenkleber aufgetragen und die gesamte "Türeinheit" auf die Front geklebt. Somit hatte ich mit einfachen Mitteln eine funktionierende Türe die für diesen Zweck völlig ausreicht.



    Der Rest ist einfach mit Polystyrolplatten in unterschiedlichen stärken stimmig drumherum gebastelt. :)



    Währen des Aufbaus habe ich den Feuerraum direkt mit dünnen Hozblättchen ausgekleidet. Diese sollen den Schamottstein imitieren. Dieses Holz habe ich später mit einem Pinsel und Russ bearbeitet. So ist die Optik im Feuerraum entstanden.



    Die Griffe sind aus einem dünnen Messingstab und Abstandsperlen (die ich von meinen Mädels gemopst habe :D ), welche innen schon eine Bohrung haben und somit nur noch auf die Messingstange aufgeschoben werden müssen, entstanden. Das Ofenrohr wurde aus einem Holzrundstab hergestellt.

    Zum Schluss wurde der Kaminofen mit Farbe gestrichen. Als die Farbe fast trocken war, habe ich den Kaminofen noch mit Russ eingenebelt damit er auch gebraucht aussieht. Das kommt leider auf den Bildern nicht richtig rüber.



    Noch kurz zur Waschecke. Das Wachbecken habe ich von einem Freund bekommen und ist aus dem Puppenstubenzubehör.

    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende :)

    Viele Grüße
    Volker

  • Hallo Volker,

    danke für die ausführliche Erklärung und Bilder :top .

    Die Feinheiten sind immer interessant, wie das Ofenrohr aus Rundholz und die Schamott Nachbildung aus Holz, die sind im Prinzip simpel aber man muß da erst mal drauf kommen, klasse Ideen :top .

    Das mit dem Waschbecken muß ich mir auch gleich mal merken :top .

  • Moin Volker,
    dein Diorama wird echt sehr cool. Man kann sich jetzt schon richtig gut vorstellen was da bald für ein Bastelbuden Klima herrscht. :thumbup:

    Werde mir da bestimmt noch ein paar Ideen abschauen können. Bei mir soll ein Teil der Vitrine auch zur Werkstatt werden.


    Grüße

    Kevin

  • Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Beiträge. Es freut mich, dass euch der Aufbau meines Dioramas bisher gefällt. :)

    Weiter geht es mit der Werkbank. Diese wurde komplett aus Holz gebaut.



    Um das Werkzeug an der Wand zu befestigen, wurden aus einem Messingrundstab verschiedene Werkzeughalter gebastelt.



    Im Anschluss wurde die Werkbank noch etwas mit Farbe gestaltet.
    Mein Kollege war natürlich auch wieder direkt am Start und hat eine kleine Wartung an seiner Kettensäge durchgeführt. :D



    Viele Grüße
    Volker

  • Hallo zusammen,

    da mittlerweile doch schon fleißig auf der Werkbank gearbeitet wird und jetzt schon hin und wieder Druckluft nicht schlecht wäre, haben wir (ich und Arnie ;) ) uns dazu entschlossen, einen Kompressor zu bauen. Eigentlich sollte es so ein schöner alter Kompressor werden. Mangels Detailbilder haben wir uns dann aber für ein neueres Modell entschieden. Hier hatte ich auch die Möglichkeit, das Original zu fotografieren und Maß zu nehmen. Da ich für den Druckluftkessel kein (vom Durchmesser) passendes Rohr hatte, habe ich den Kessel selbst gebaut. Ich baue mir hierfür immer ein Spantengerüst (mal mehr, mal weniger aufwendig von den Verstrebungen, je nach dem, was es später aushalten muss). In diesem Fall reicht ein ganz einfaches :D

    Aus meiner Schulzeit habe ich noch ein Zirkel bei dem die Schenkel mit einer Arretierschraube fixiert werden können. Die Mine habe ich durch eine weitere Spitze ersetzt. Somit kann ich mir recht zügig runde Polystyrolscheiben mit dem gewünschten Durchmesser herstellen, indem ich mit der Zirkelspitze das Polystyrol schon sehr tief anreise. Bis 1mm Materialstärke funktioniert das ganz gut. Im Anschluss trenne/schneide ich mit einer Fingernagelschere das Plättchen vollends raus. So sehen die Scheiben noch ungeschliffen aus:



    Danach fixiere ich alle Scheiben mit doppelseitigem Klebeband aufeinander und schleife diese gemeinsam (gleich rund).



    Im Anschluss wurden die Polystyrolscheiben auf einen zuvor auf Maß abgelängten Holzstab (welcher als Träger dient) aufgeschoben.



    Dann wurde das ganze mit einem 0,5mm starken Polystyrolstreifen umwickelt (aufgeklebt). Das habe ich so oft gemacht, bis die gewünschte Materialstärke erreicht war. An den Seiten wurden auch noch dickere Polystyrolplättchen aufgeklebt (damit genügend Material zum schleifen der Rundungen vorhanden ist).



    So sieht es dann nach dem Schleifen aus:



    Als Radträger habe ich nur eine Messingstange durch den Kessel geschoben und die zuvor gebauten Räder aufgesteckt und verklebt.



    Arnie hat die Griffstange gebogen...



    und gefeilt 8o



    Diese wurde dann zusammen mit dem Motorträger am Behälter angebracht.




    Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche :)

    Viele Grüße
    Volker

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